Verwaltung für Admins
SIP-Trunks
Ein SIP-Trunk ist die Verbindung Ihrer Anlage zu Ihrem Telefonanbieter. Über ihn kommen Anrufe von außen herein und gehen nach draußen. Ohne Trunk sind nur interne Gespräche möglich. Die Zugangsdaten (Benutzer und Passwort) bekommen Sie vom Anbieter.
Die Seite Verwaltung > SIP-Trunks erscheint nur, wenn Sie die Trunks selbst pflegen dürfen. Pflegt der Betreiber Ihrer Anlage Ihren Anschluss, fehlt der Eintrag, und Sie wenden sich für Änderungen an ihn.
Trunk anlegen
- Trunk anlegen öffnen.
- Unter Vorlage Ihren Anbieter wählen. Die Vorlage füllt Host, Port, Transport, Nummernformate, Codecs und weitere Felder vor.
- Benutzer und Passwort aus den Unterlagen des Anbieters eintragen, bei Bedarf den Anmeldename (falls abweichend).
- Die vorgefüllten Werte mit den Unterlagen des Anbieters vergleichen.
- Anlegen. Nach einigen Sekunden sollte der Zustand registriert zeigen.
- Einen Testanruf nach außen führen, etwa auf ein Handy, und prüfen, ob die richtige Absendernummer ankommt. Dann eine Rufnummer von außen anrufen.
Das Passwort wird nie angezeigt, nur gespeichert. Beim Bearbeiten lassen Sie das Feld leer, damit das gespeicherte bleibt.
Vorlagen
Telekom CompanyFlex, Telekom DeutschlandLAN SIP-Trunk, sipgate trunking, easybell, Placetel, 1&1 Versatel SIP-Trunk, 1&1 Business Voice SIP, Vodafone Anlagen-Anschluss (SIP-Trunk), Plusnet IPfonie Extended Connect, dus.net, Peoplefone (DE, AT, CH), HFO Telecom, equada, A1 Telekom Austria, Swisscom Smart Business Connect und Frei konfigurierbar.
Die Vorlagen beruhen auf den öffentlichen Angaben der Anbieter. Im Betrieb erprobt ist bisher easybell. Was ein Anbieter nicht öffentlich nennt, bleibt leer, die Vorlage sagt dann, dass Sie es beim Anbieter erfragen. Bei manchen Anschlüssen (etwa Telekom CompanyFlex oder Vodafone) stehen Host oder Proxy erst im Schreiben des Anbieters.
Felder
Die Grundfelder stehen sofort im Formular, der Rest unter Erweitert.
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Name | frei wählbar, erscheint in Übersicht und Warnungen |
| Host (Registrar) | Adresse des Anbieters, ohne Port und ohne sip: |
| Port | Vorgabe 5060 |
| Transport | UDP, TCP oder TLS |
| Beim Anbieter anmelden (REGISTER) | an: die Anlage meldet sich beim Anbieter an; aus: IP-basierter Trunk ohne Anmeldung |
| Benutzer, Anmeldename (falls abweichend), Passwort | Zugangsdaten des Anbieters |
| Outbound-Proxy | alle Anfragen über diesen Proxy statt direkt an den Host |
| From-Domain (leer: Host) | Domain im Absender |
| Anmeldung gültig (Sekunden) | wie lange eine Anmeldung gilt, Vorgabe 600 |
| OPTIONS alle (Sekunden, 0: aus) | regelmäßige Anfrage an den Anbieter, hält die Verbindung durch den Router offen, Vorgabe 25 |
| Absendernummer im | nur From, oder zusätzlich P-Asserted-Identity, P-Preferred-Identity oder Remote-Party-ID, je nach Anbieter |
| Format der gewählten Nummer | wie die angerufene Nummer zum Anbieter geht |
| Format der Absendernummer | wie Ihre Nummer zum Anbieter geht |
| Codecs zum Anbieter, in dieser Reihenfolge angeboten | ein- und ausschalten, Reihenfolge ändern |
| Sprache verschlüsseln (SRTP) | meist zusammen mit TLS |
| DTMF | RFC 2833 (Ereignisse), SIP INFO oder im Ton (inband); wichtig für Tasteneingaben in fremden Menüs |
| Gleichzeitige Gespräche (leer: keine Grenze) | Grenze für ausgehende Gespräche über diesen Trunk, etwa die gebuchten Sprachkanäle; eingehende zählen nicht mit |
| Weitere Quelladressen des Anbieters (Adressen oder Netze, Komma) | Adressen, von denen der Anbieter Anrufe zustellt, falls sie nicht unter dem Host stehen |
| Landesvorwahl | Vorgabe 49; ergänzt national gewählte und national gemeldete Nummern |
| Notizen | Freitext |
Nummernformate
Am Beispiel +49 30 12345678:
| Wahl | Form |
|---|---|
| E.164 mit Plus | +493012345678 |
| E.164 ohne Plus | 493012345678 |
| national, Ausland mit 00 | 03012345678 |
| international mit 00 | 00493012345678 |
Ohne Vorgabe des Anbieters geht die gewählte Nummer international mit 00 hinaus, die Absendernummer als E.164 mit Plus. Kurzwahlen wie 110, 112, 115 oder 116xxx gehen in jeder Einstellung unverändert hinaus.
Codecs
| Codec | Hinweis |
|---|---|
| G.722 | HD-Sprache (16 kHz), bei den meisten deutschen Anbietern |
| G.711 A-law (PCMA) | Standard in Europa, überall möglich |
| G.711 µ-law (PCMU) | Standard in Nordamerika |
| G.729 | wenig Bandbreite, hörbar schlechter |
| Opus | sehr gut, bei Trunks selten unterstützt |
| GSM | alt, nur wenn nichts anderes geht |
Genommen wird der oberste Codec, den beide Seiten können. Nach dem ersten eingehenden Anruf zeigt das Formular, welche Codecs Ihr Anbieter angeboten hat.
Zustand
| Zustand | Bedeutung |
|---|---|
| registriert | angemeldet, Anrufe laufen |
| versucht | die Anmeldung läuft noch oder wiederholt sich |
| fehlgeschlagen | der Anbieter hat die Anmeldung abgelehnt; meist stimmen Benutzer, Passwort oder Host nicht |
| ohne Anmeldung | IP-basierter Trunk, es gibt nichts anzumelden |
| unbekannt | die Anlage antwortet gerade nicht |
Ein Trunk mit Transport TLS braucht zusätzlich eine Einrichtung der Anlage durch den Betreiber. Fehlt sie, bleibt er auf versucht. Klären Sie TLS deshalb vorher mit dem Betreiber Ihrer Anlage.
Neu anmelden baut die Anmeldung beim Anbieter ab und neu auf. Ist ein Trunk nicht angemeldet, zeigt die Systemübersicht eine Warnung.
Trunk ohne Anmeldung
Manche Anschlüsse arbeiten ohne Anmeldung: der Anbieter schickt Anrufe an eine feste Adresse Ihrer Anlage und nimmt Anrufe von dort an. Schalten Sie dafür Beim Anbieter anmelden (REGISTER) aus. Eingehende Anrufe nimmt die Anlage dann nur von den Adressen des Anbieters an: von denen, auf die der Host zeigt, und von den Weiteren Quelladressen.
Ein solcher Trunk braucht außerdem Freigaben in der Firewall der Anlage. Sprechen Sie ihn deshalb vorher mit dem Betreiber Ihrer Anlage ab.
Trunk löschen
Löschen fragt nach. Die Verbindung zum Anbieter wird abgebaut, Anrufe über diesen Trunk sind dann nicht mehr möglich. Die Rufnummern bleiben in der Anlage.
Ein Trunk, eine Anlage
Melden Sie dasselbe Konto des Anbieters nicht gleichzeitig an zwei Anlagen an, etwa an der alten und an sonopolar. Eingehende Anrufe landen dann scheinbar zufällig mal hier, mal dort. Wie Sie den Wechsel sauber machen, steht unter Umstieg von 3CX.